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Jüdisch-christliche Liebesbeziehungen im Werk Leopold Komperts

Zu einem Zentralmotiv des böhmisch-jüdischen Schriftstellers (1822-1886)
By:Ingrid Steiger-Schumann
Publisher:De Gruyter
Print ISBN:9783110438017
eText ISBN:9783110428841
Edition:1
Copyright:2015
Format:Reflowable

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Die Erzählungen Komperts schildern atmosphärisch dicht das jüdische Leben in der böhmischen „Gasse“. Sie sind von einer interkulturellen – sprachlichen, bildungsbezogenen, räumlichen und sozialen – Problematik der Liebesbeziehungen bestimmt. Im Roman „Zwischen Ruinen“ (1875) glückt trotz psychologischer Hindernisse eine religionsübergreifende Eheverbindung, ermöglicht durch die neu eingeführte Ziviltrauung. Das steht exemplarisch für die von Kompert erhoffte Akkulturation an die christliche Mehrheitsgesellschaft bei gleichzeitiger Wahrung der jüdischen Identität. Voraussetzung dafür ist eine Religiosität, die am Wesentlichen festhält, aber flexibel auf die Erfordernisse der neuen Zeit reagiert. Allerdings ist Kompert nicht der Anwalt einer vollständigen Assimilation der Juden. Er plädiert für eine Gesellschaft, in der Majorität und Minorität, verschiedene Religionen und unterschiedliche kulturelle Traditionen nicht nur konfliktfrei Platz haben, sondern sich gegenseitig bereichern.

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