Back to results
Cover image for book Entstehung und Entwicklung des alexandrinischen Münzwesens von 30 v. Chr. bis zum Ende der julisch-claudischen Dynastie

Entstehung und Entwicklung des alexandrinischen Münzwesens von 30 v. Chr. bis zum Ende der julisch-claudischen Dynastie

By:Ernst Gölitzer
Publisher:De Gruyter
Print ISBN:9783050040899
eText ISBN:9783050084176
Edition:1
Copyright:2004
Format:Page Fidelity

eBook Features

Instant Access

Purchase and read your book immediately

Read Offline

Access your eTextbook anytime and anywhere

Study Tools

Built-in study tools like highlights and more

Read Aloud

Listen and follow along as Bookshelf reads to you

Das römische Ägypten bildete einen bevölkerungsreichen, ausgedehnten Binnenwirtschaftsraum, in dem allein die alexandrinische Währung galt. Das alexandrinische Münzwesen war hinsichtlich Monetarisierungsgrad, Durchdringung des Landes mit Geld und dessen verbreiteter Verwendung auch bei alltäglichen Geschäften - bei der Lohnzahlung, bei der Besteuerung - von kaum glaublicher Modernität. Ob Herons Weihwasserautomat, der "Fünfer" verlangte, oder auf Papyri überlieferte Haushaltsbücher von Alltagsausgaben: Münzen sind als tägliche Begleiter der Menschen belegt. Eine derart umfassende Monetarisierung der Gesellschaft konnte nur auf der Basis breitester Akzeptanz des Münzwesens durch die Landesbewohner gedeihen, die rein silberne ptolemäische Statere mit zu über 80 Prozent aus Kupfer und nur zu etwa 20 Prozent aus Silber bestehenden Stateren Neros tauschten, horteten, wechselten, ausgaben und annahmen. Wie ist dieses bis dahin beispiellose Funktionieren zu erklären? Welche metallurgischen "Tricks" der antiken Münzhersteller lassen die genannten Statere Neros noch heute fein silberglänzend erscheinen? Welche logistischen Implikationen ergaben sich für das antike Massenfertigungsprodukt Münze? Mit dem angezeigten Werk leistet der Verfasser einen wesentlichen Beitrag zum Erkenntnisfortschritt auf dem Forschungsgebiet der alexandrinischen Wirtschaftsgeschichte, er legt das solide Fundament für eine alexandrinische Numismatik und ermöglicht einen neuen Blick auf den Geldkreislauf in der Provinz Ägypten, der sich so erstaunlich von dem des Römischen Reiches unterschied. Der Leser wird vom Verfasser in die Arbeitsweise der archäometrischen Werkstatt einbezogen. Der umfangreiche Bestand alexandrinischer Münzen ist in einer Vielzahl von Katalogen gut publiziert. Mit diesem Quellenmaterial werden die Prägesysteme rekonstruiert - eine Grundaufgabe der alexandrinischen Numismatik, die bislang in der Forschung nicht gelöst war. Das Ergebnis wird (syn-)optisch in Grafiken präsentiert.

• 2026 © SAU Tech Bookstore. All Rights Reserved.